Das Internet für Privathaushalte in Deutschland wird über verschiedene Telekommunikationsnetze bereitgestellt. Je nach Adresse können unterschiedliche Anschlusstechnologien, Geschwindigkeiten und Anbieter verfügbar sein.
Vor dem Abschluss eines Vertrages sollte deshalb immer eine Verfügbarkeitsprüfung für die genaue Anschrift durchgeführt werden. Derselbe Anbieter kann selbst in benachbarten Gebäuden unterschiedliche Technologien und Geschwindigkeiten anbieten.
Die wichtigsten Marktteilnehmer
Beim Internetanschluss für Privathaushalte sind in der Regel zwei grundlegende Strukturen beteiligt:
Netzbetreiber
Der Netzbetreiber besitzt oder verwaltet die Infrastruktur, über die die Daten übertragen werden.
Er ist verantwortlich für:
- Telefon- und Glasfaserleitungen;
- das Kabelfernsehnetz;
- Verteilerkästen und technische Anlagen;
- den Anschluss des Gebäudes oder der Wohnung;
- die Wartung und Reparatur des Netzes.
In einigen Fällen ist der Netzbetreiber gleichzeitig auch Internetanbieter. Ein und dasselbe Netz kann jedoch von mehreren Anbietern genutzt werden.
Internetanbieter
Der Internetanbieter schließt den Vertrag mit dem Kunden ab und stellt den Internetzugang bereit.
Er ist verantwortlich für:
- den Tarif und die monatliche Abrechnung;
- die Bereitstellung des Routers;
- die Aktivierung des Anschlusses;
- die Rechnungsstellung;
- den technischen Kundendienst;
- die Bearbeitung von Kündigungen oder Anbieterwechseln.
Der Kunde kann Angebote vergleichen und einen passenden Anbieter auswählen, sofern dessen Leistungen an der gewünschten Adresse verfügbar sind.
Welche Internetarten gibt es in Deutschland?
DSL
DSL nutzt die herkömmliche Kupfer-Telefonleitung. Es gehört zu den am weitesten verbreiteten Anschlussarten in Deutschland.
Häufig angeboten werden:
- ADSL — eine ältere Technologie mit vergleichsweise niedriger Geschwindigkeit;
- VDSL — eine schnellere DSL-Variante;
- Supervectoring — eine weiterentwickelte VDSL-Technologie mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Vorteile von DSL:
- in vielen Orten verfügbar;
- große Auswahl an Anbietern;
- in der Regel stabile Geschwindigkeit;
- geeignet für Homeoffice, Videotelefonie, Streaming und die normale Internetnutzung.
Nachteile:
- die Geschwindigkeit hängt von der Entfernung zum Verteilerkasten ab;
- die tatsächliche Geschwindigkeit kann unter der beworbenen Geschwindigkeit liegen;
- die Upload-Geschwindigkeit ist meistens deutlich niedriger als die Download-Geschwindigkeit.
Kabel-Internet
Kabel-Internet wird über das Kabelfernsehnetz bereitgestellt. Der Router wird an eine Multimedia-Kabeldose angeschlossen und nicht an eine gewöhnliche Telefondose.
Je nach Adresse können über Kabel Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s verfügbar sein.
Vorteile:
- hohe Download-Geschwindigkeit;
- häufig günstiger als ein vergleichbar schneller DSL-Anschluss;
- geeignet für größere Familien, Streaming, Gaming und große Downloads.
Nachteile:
- die Netzkapazität wird von mehreren Kunden gleichzeitig genutzt;
- zu stark ausgelasteten Zeiten kann die Geschwindigkeit sinken;
- nicht in jedem Gebäude verfügbar;
- es wird ein spezieller Kabelrouter benötigt.
Glasfaser
Glasfaser überträgt Daten mithilfe von Lichtsignalen. Sie gilt als die modernste und leistungsfähigste Technologie für den Internetanschluss.
Glasfaser bietet hohe Geschwindigkeiten, geringe Latenz und eine stabile Verbindung. Je nach Anbieter und Tarif können Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s oder mehr angeboten werden.
Vorteile:
- sehr hohe Geschwindigkeit;
- stabile Verbindung;
- geringe Latenz;
- hohe Upload-Geschwindigkeit;
- geeignet für Homeoffice, Server, Cloud-Dienste und Online-Gaming;
- die Geschwindigkeit ist weniger von der Entfernung zu technischen Anlagen abhängig.
Nachteile:
- noch nicht an jeder Adresse verfügbar;
- für den Gebäudeanschluss können Bauarbeiten erforderlich sein;
- in Mietwohnungen kann die Zustimmung des Eigentümers notwendig sein;
- einige Tarife können teurer als DSL- oder Kabeltarife sein.
LTE und 5G für zu Hause
Internet über LTE oder 5G funktioniert über das Mobilfunknetz. Für die Nutzung werden eine SIM-Karte und ein entsprechender Router benötigt.
Solche Angebote werden häufig bezeichnet als:
- Homespot;
- LTE Zuhause;
- 5G Zuhause;
- Internet über Mobilfunk.
Vorteile:
- schnelle Einrichtung ohne Kabelverlegung;
- geeignet für vorübergehende Wohnungen;
- eine mögliche Alternative bei langsamen DSL-Leitungen;
- praktisch bei einem Umzug oder während der Wartezeit auf einen Festnetzanschluss.
Nachteile:
- die Geschwindigkeit hängt von der Mobilfunkabdeckung ab;
- die Verbindung kann je nach Netzauslastung schwanken;
- einige Tarife enthalten ein begrenztes Datenvolumen;
- die Latenz kann höher als bei Glasfaser oder Kabel sein;
- innerhalb von Gebäuden kann der Empfang schlechter sein.
Satelliten-Internet
Satelliten-Internet wird vor allem in ländlichen und abgelegenen Gebieten genutzt, in denen kein ausreichender DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschluss vorhanden ist.
Vorteile:
- auch in abgelegenen Regionen verfügbar;
- keine Telefon- oder Kabelleitung erforderlich;
- hohe Download-Geschwindigkeiten können möglich sein.
Nachteile:
- spezielle Hardware ist erforderlich;
- die Kosten können höher sein;
- für die Antenne wird ein geeigneter Montageort benötigt;
- die Verbindungsqualität kann von technischen und wetterbedingten Bedingungen beeinflusst werden;
- bei bestimmten Systemen ist die Latenz höher als bei kabelgebundenen Anschlüssen.
Was bedeuten die Internetgeschwindigkeiten?
Download
Der Download bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der Daten aus dem Internet empfangen werden.
Er beeinflusst:
- das Öffnen von Webseiten;
- das Streamen von Videos;
- das Herunterladen von Dateien;
- Updates von Programmen und Spielen;
- Internetfernsehen.
Upload
Der Upload bezeichnet die Geschwindigkeit, mit der Daten vom eigenen Gerät ins Internet übertragen werden.
Er ist besonders wichtig für:
- Videokonferenzen;
- Homeoffice;
- das Hochladen von Dateien in die Cloud;
- das Versenden großer Dateien;
- Livestreaming;
- den Betrieb von Überwachungskameras.
Ping oder Latenz
Der Ping beschreibt die Verzögerung bei der Datenübertragung und wird in Millisekunden gemessen.
Je niedriger der Ping-Wert ist, desto schneller erhält ein Gerät eine Antwort vom Server. Eine niedrige Latenz ist besonders für Online-Spiele, Videoanrufe und Fernzugriffe wichtig.
Welche Geschwindigkeit wird zu Hause benötigt?
Die geeignete Geschwindigkeit hängt von der Anzahl der Nutzer und Geräte ab.
- Bis 50 Mbit/s — geeignet für ein bis zwei Personen, Webseiten, E-Mails und normales Videostreaming.
- 100 Mbit/s — geeignet für eine Familie, Streaming, Homeoffice und mehrere Geräte.
- 250 Mbit/s — geeignet für intensive Nutzung, Online-Gaming, Videokonferenzen und hochauflösende Videos.
- 500 Mbit/s — geeignet für viele Geräte, große Downloads und gleichzeitiges Streaming.
- 1.000 Mbit/s — geeignet für große Haushalte, professionelle Arbeit mit großen Dateien, Server und sehr intensive Nutzung.
Es ist nicht immer notwendig, die höchstmögliche Geschwindigkeit zu wählen. Für einen durchschnittlichen Haushalt reicht häufig eine stabile Verbindung mit 100 bis 250 Mbit/s aus.
Wichtige Internetanbieter in Deutschland
Auf dem deutschen Markt sind sowohl bundesweite als auch regionale Anbieter tätig.
Zu den bekannten Anbietern gehören:
- Deutsche Telekom;
- Vodafone;
- O2 Telefónica;
- 1&1;
- PYUR;
- M-net;
- NetCologne;
- EWE;
- Deutsche Glasfaser;
- regionale Stadtwerke und Glasfasernetzbetreiber.
Nicht jeder Anbieter ist an jeder Adresse verfügbar. Vor der Auswahl eines Tarifs sollte deshalb immer eine Verfügbarkeitsprüfung durchgeführt werden.
Was ist normalerweise in einem Internettarif enthalten?
Ein Internetvertrag kann folgende Leistungen enthalten:
- Internetzugang;
- unbegrenztes Datenvolumen;
- Festnetzanschluss;
- Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz;
- Router;
- Fernsehpaket;
- Virenschutz oder Cloud-Speicher;
- Installation des Anschlusses.
Zusatzleistungen sind nicht immer kostenlos. Einige Optionen werden nach dem Ende einer kostenlosen Testphase automatisch kostenpflichtig.
Wie setzen sich die Vertragskosten zusammen?
Monatlicher Grundpreis
Der regelmäßige monatliche Preis für den Tarif.
Bereitstellungsgebühr oder Anschlusspreis
Eine einmalige Gebühr für die Aktivierung und Einrichtung des Anschlusses.
Routermiete
Die monatliche Gebühr für einen gemieteten Router.
Versandkosten
Die Kosten für den Versand der Geräte.
Technikergebühr
Eine Gebühr für den Technikerbesuch, sofern dieser nicht im Tarif enthalten ist.
Zusatzoptionen
Kostenpflichtige Zusatzleistungen wie TV-Pakete, internationale Telefonie, Virenschutz oder erweiterter Kundendienst.
Router mieten oder kaufen?
Ein Kunde kann einen Router vom Anbieter mieten oder ein eigenes kompatibles Gerät verwenden.
Vorteile eines Mietrouters:
- einfache Einrichtung;
- technische Unterstützung durch den Anbieter;
- Austausch des Gerätes bei einem Defekt entsprechend den Vertragsbedingungen.
Vorteile eines gekauften Routers:
- keine dauerhafte monatliche Mietgebühr;
- das Gerät bleibt Eigentum des Kunden;
- es kann ein Modell mit besserem WLAN und zusätzlichen Funktionen gewählt werden.
Vor dem Kauf muss geprüft werden, ob der Router mit DSL, Kabel oder Glasfaser kompatibel ist.
Was sollte vor Vertragsabschluss geprüft werden?
- die verfügbare Anschlusstechnologie;
- die maximale und minimale Geschwindigkeit;
- die Download- und Upload-Geschwindigkeit;
- der monatliche Preis nach Ende der Rabattphase;
- die einmalige Anschlussgebühr;
- die Kosten für den Router;
- die Mindestvertragslaufzeit;
- die Kündigungsfrist;
- die Bedingungen einer automatischen Vertragsverlängerung;
- ein mögliches Datenlimit;
- die Bedingungen für Bonuszahlungen;
- die Notwendigkeit eines Technikertermins;
- die Qualität des Kundendienstes;
- die Verfügbarkeit der Leistungen an einer neuen Adresse bei einem Umzug.
Mindestvertragslaufzeit
Viele Internetverträge haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Es gibt auch flexible Tarife ohne lange Mindestlaufzeit, die monatlich gekündigt werden können.
Flexible Tarife können jedoch folgende Nachteile haben:
- höherer monatlicher Preis;
- geringere Rabatte;
- höhere Anschlussgebühr;
- kein Neukundenbonus.
Boni und Werbeangebote
Anbieter können folgende Vergünstigungen anbieten:
- reduzierter Preis in den ersten Monaten;
- Neukundenbonus;
- Cashback;
- kostenlose Bereitstellung;
- kostenloser Router für einen bestimmten Zeitraum;
- Rabatt bei der Kombination von Mobilfunk und Festnetz-Internet.
Wichtig ist zu prüfen:
- wie hoch der Preis nach Ende der Aktion ist;
- ob der Bonus bereits in den angegebenen Durchschnittspreis eingerechnet wurde;
- wann der Bonus ausgezahlt wird;
- ob der Bonus separat beantragt werden muss;
- welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen;
- ob zusätzliche kostenpflichtige Optionen aktiviert werden.
Wechsel des Internetanbieters
Ein Anbieterwechsel erfolgt normalerweise in mehreren Schritten:
- der Kunde wählt einen neuen Tarif;
- der neue Anbieter prüft die Verfügbarkeit;
- der Kunde beauftragt den neuen Anbieter mit der Kündigung des bisherigen Vertrages;
- die Anbieter stimmen den Wechseltermin ab;
- bei Bedarf erhält der Kunde einen neuen Router;
- am vereinbarten Termin wird der neue Anschluss aktiviert.
Der alte Vertrag sollte nicht eigenständig gekündigt werden, bevor der neue Anschluss bestätigt wurde. Andernfalls kann eine Unterbrechung entstehen oder die bisherige Festnetznummer verloren gehen.
Mitnahme der Telefonnummer
Beim Anbieterwechsel kann die bisherige Festnetznummer normalerweise behalten werden. Dieses Verfahren wird als Rufnummernmitnahme oder Portierung bezeichnet.
Damit die Portierung erfolgreich durchgeführt werden kann, müssen die Vertragsinhaberdaten beim alten und beim neuen Anbieter übereinstimmen.
Was ist bei einem Umzug zu beachten?
Bei einem Umzug sollte der Anbieter frühzeitig über die neue Adresse informiert werden.
Der Anbieter prüft:
- ob seine Leistungen an der neuen Adresse verfügbar sind;
- ob der bisherige Tarif weitergeführt werden kann;
- ob ein neuer Router erforderlich ist;
- ob ein Technikertermin notwendig ist;
- ob die Telefonnummer übernommen werden kann.
Kann der Anbieter seine Leistung am neuen Wohnort bereitstellen, wird der Vertrag normalerweise fortgeführt. Ist die Leistung dort nicht verfügbar, können besondere Kündigungsregelungen gelten.
Beim Auszug sollten folgende Informationen und Nachweise aufbewahrt werden:
- das Datum der Wohnungsübergabe;
- die Kundennummer;
- die Seriennummer des Routers;
- der Nachweis über die Rücksendung gemieteter Geräte;
- der Schriftverkehr mit dem Anbieter.
Was ist ein Technikertermin?
Ein Technikertermin ist ein vereinbarter Besuch zur Aktivierung oder Prüfung des Anschlusses.
Vor dem Termin sollte:
- der Zugang zur Wohnung sichergestellt werden;
- der richtige Name an Klingel und Briefkasten angebracht sein;
- der Zugang zur Telefon- oder Kabeldose möglich sein;
- bei Bedarf der Zugang zum Technikraum des Gebäudes organisiert werden;
- die Kontaktmöglichkeit zum Vermieter oder Hausmeister vorhanden sein.
Kann der Techniker keinen Zugang erhalten, kann ein neuer Termin erforderlich sein. Dafür können zusätzliche Kosten entstehen.
Tatsächliche und beworbene Geschwindigkeit
Angaben wie „bis zu 100 Mbit/s“ oder „bis zu 1.000 Mbit/s“ bezeichnen die maximal mögliche Geschwindigkeit. Die tatsächliche Leistung kann von mehreren Faktoren abhängen:
- der Anschlusstechnologie;
- der Qualität der Leitung;
- der Entfernung zum Verteiler;
- der Netzauslastung;
- dem verwendeten Router;
- der Qualität des WLAN-Signals;
- der Leistung des Computers oder Smartphones;
- dem verwendeten Server;
- der Anzahl gleichzeitig verbundener Geräte.
Wie wird die Internetgeschwindigkeit richtig gemessen?
Für eine möglichst genaue Messung empfiehlt sich:
- den Computer über ein Netzwerkkabel mit dem Router zu verbinden;
- eine aktive VPN-Verbindung zu deaktivieren;
- Programme zu schließen, die das Internet nutzen;
- andere Geräte vorübergehend vom Netzwerk zu trennen;
- mehrere Messungen zu verschiedenen Tageszeiten durchzuführen;
- die Messergebnisse zu speichern.
Eine Messung über WLAN zeigt nicht immer die tatsächliche Geschwindigkeit der Internetleitung, da das Ergebnis durch die Qualität des drahtlosen Netzwerks begrenzt werden kann.
Für eine offizielle Überprüfung kann die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur verwendet werden.
Warum ist das WLAN langsam?
Auch bei einem schnellen Internettarif kann die WLAN-Verbindung langsam sein.
Mögliche Ursachen:
- der Router ist zu weit entfernt;
- zwischen Router und Endgerät befinden sich dicke Wände;
- der Router steht in einem Schrank oder einer technischen Nische;
- es wird veraltete Hardware verwendet;
- es sind zu viele Geräte gleichzeitig verbunden;
- benachbarte WLAN-Netze verursachen Störungen;
- das stark ausgelastete 2,4-GHz-Frequenzband wird verwendet;
- ein WLAN-Repeater befindet sich in einem Bereich mit zu schwachem Signal.
Zur Verbesserung des WLANs kann:
- der Router möglichst zentral in der Wohnung aufgestellt werden;
- der Router nicht auf dem Boden oder in einem Schrank platziert werden;
- das 5-GHz-Frequenzband genutzt werden;
- ein Mesh-System installiert werden;
- der Fernseher, Computer oder die Spielkonsole per Kabel verbunden werden;
- die Router-Software aktualisiert werden;
- ein alter Router ersetzt werden.
Was tun, wenn das Internet nicht funktioniert?
- Stromversorgung und Kontrollleuchten des Routers prüfen;
- den Router neu starten;
- Kabel und Anschlüsse kontrollieren;
- die Verbindung mit einem anderen Gerät testen;
- beim Anbieter prüfen, ob eine bekannte Störung vorliegt;
- Zeitpunkt und Dauer der Störung dokumentieren;
- den technischen Kundendienst kontaktieren;
- eine Störungsnummer oder Ticketnummer anfordern.
Bei längeren oder wiederkehrenden Problemen sollten Messergebnisse und der Schriftverkehr mit dem Anbieter aufbewahrt werden.
Wichtige Begriffe
Verfügbarkeitsprüfung
Prüfung der verfügbaren Anschlusstechnologien und Geschwindigkeiten für eine bestimmte Adresse.
Bandbreite
Die Leistungsfähigkeit oder Übertragungskapazität eines Internetanschlusses.
Downloadgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit, mit der Daten aus dem Internet empfangen werden.
Uploadgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit, mit der Daten ins Internet übertragen werden.
Latenz
Die Verzögerung bei der Übertragung von Daten.
Mindestvertragslaufzeit
Der Zeitraum, für den der Vertrag mindestens abgeschlossen wird.
Kündigungsfrist
Der Zeitraum, innerhalb dessen eine Kündigung eingereicht werden muss.
Bereitstellung
Die Aktivierung und technische Einrichtung des Anschlusses.
Störung
Eine technische Beeinträchtigung oder Unterbrechung des Anschlusses.
Router
Das Gerät, das das Heimnetzwerk mit dem Internet verbindet.
Festnetz
Der stationäre Telefonanschluss.
Rufnummernmitnahme
Die Übertragung einer bestehenden Telefonnummer zu einem neuen Anbieter.
Datenvolumen
Die Datenmenge, die innerhalb eines Abrechnungszeitraums genutzt werden kann.
Wichtige Empfehlungen
- Die Verfügbarkeit immer für die genaue Adresse prüfen.
- Nicht nur die maximale Geschwindigkeit, sondern auch den Upload vergleichen.
- Die Gesamtkosten über die gesamte Vertragslaufzeit berechnen.
- Den Preis nach dem Ende der Rabattphase beachten.
- Keine unnötigen Zusatzoptionen abschließen.
- Bestellbestätigung und Vertragsbedingungen aufbewahren.
- Die Kündigungsfrist kontrollieren.
- Den alten Vertrag nicht selbst kündigen, wenn der Wechsel vom neuen Anbieter organisiert wird.
- Einen gemieteten Router nur mit Versandnachweis zurücksenden.
- Bei Problemen die Geschwindigkeit über ein Netzwerkkabel messen.
Fazit
Der deutsche Internetmarkt bietet verschiedene Anschlusstechnologien: DSL, Kabel, Glasfaser, LTE, 5G und Satelliten-Internet.
Der beste Tarif wird nicht allein durch die beworbene Geschwindigkeit bestimmt. Entscheidend sind auch die Verfügbarkeit an der Adresse, die Stabilität des Netzes, die Upload-Geschwindigkeit, der Preis nach Ablauf der Rabattphase, die Vertragslaufzeit, der Kundendienst und mögliche Zusatzkosten.
Vor Vertragsabschluss sollten mehrere Angebote verglichen und sämtliche Bedingungen sorgfältig geprüft werden. Die höchste Geschwindigkeit ist nicht immer die wirtschaftlichste Wahl. Häufig ist die richtige Anschlusstechnologie wichtiger als ein kurzfristiger Werberabatt.
