Hunderte Euro mehr auf der Rechnung: Die Heizkosten werden bald für alle steigen

Hunderte Euro mehr auf der Rechnung: Die Heizkosten werden bald für alle steigen

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Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Erdgas: Viele Verbraucher haben es vielleicht schon vergessen, aber die Umsatzsteuer auf Erdgas wurde im Oktober 2022 vorübergehend auf 7 Prozent gesenkt, um die finanzielle Belastung durch die Energiekrise abzufedern. Diese Ermäßigung endet spätestens zum 31. März 2024. Ab April steigt die Mehrwertsteuer auf Erdgas wieder auf die regulären 19 Prozent. Für ein Einfamilienhaus bedeutet dies zusätzliche Kosten von mehreren hundert Euro pro Jahr.

Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz bei Erdgas

In Deutschland sollte die befristete Mehrwertsteuersenkung auf Gas ursprünglich bereits Ende Februar 2024 auslaufen. Da das entsprechende Gesetz jedoch im Vermittlungsausschuss blockiert war, könnte sich der Übergang um einen Monat verzögert haben. In jedem Fall führt die Rückkehr zum alten Steuersatz zu um rund 11 Prozent höheren Heizkosten. Laut Berechnungen von Verivox beträgt die Mehrbelastung für ein Einfamilienhaus im Durchschnitt 233 Euro pro Jahr. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte liegt derzeit bei 10,37 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und steigt mit dem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 11,53 Cent/kWh.

Kunden in der Grundversorgung zahlen noch mehr

In den ohnehin teureren Grundversorgungstarifen wirkt sich der volle Mehrwertsteuersatz noch drastischer aus: Die jährlichen Gaskosten für ein Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20.000 kWh liegen mit dem ermäßigten Steuersatz derzeit bei durchschnittlich 2.644 Euro. Wenn die Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent steigt, erhöht sich dieser Betrag auf 2.941 Euro. In diesem Fall bedeutet die Steueranpassung zusätzliche Kosten von 297 Euro pro Jahr.

Wichtig zu wissen: Aufgrund dieser gesetzlichen Steueränderung haben Gaskunden kein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Daher sollten Sie Ihren Vertrag so schnell wie möglich überprüfen und nach dem günstigsten verfügbaren Tarif suchen. Der Preisunterschied zwischen der teuren Grundversorgung und günstigen Alternativtarifen auf dem Markt liegt derzeit bei durchschnittlich 37 Prozent.